Geschmack wie eine Sinfonie

wie ich schon auf Twitter mal erwähnt habe hat mich ein Besuch in der Speisemeisterei zu einer ganz neuen Wahrnehmung des Essens gebracht. Es war mehr ein Erleben von Kunst, denn eine köstliche Nahrungsaufnahme. Die Aromen der einzelnen Bestandteile des Essens wurden aufs vortrefflichste hervor gehoben und miteinander Kombiniert wie eine Sinfonie. Die Weine welche dazu gereicht wurden unterstützten beim einen Produkt diesen, beim anderen jenen Aromenkomplex. Und die hervorgehobenen Aromen wieder harmonierten ganz erstaunlich miteinander.

Auf der Heimfahrt und in der darauf folgenden Nacht überlegte ich mir, dass ich bisher so etwas wie blind kochen fabriziert habe. Dass ich, um wirklich zu wissen, was ich beim Kochen tue, den Geschmack so vieler Produkte wie möglich kennen muss. Ihren Geschmack im Rohzustand, wie auch den (das ergaben meine ersten Versuche und wir wissen es ja auch alle so ungefähr) im angebratenen oder gekochten Zustand. Und während meiner ersten Versuche wurde mir auch klar, dass ich mir das alles niemals ohne eine schriftliche Dokumentation merken können werde, sowie dass ich wahrscheinlich eine Skala zur Bewertung des säure bzw. süße Grades sowie eine zum feststellen der Bitternis und Schärfe. (Mehr ist mir noch nicht eingefallen…)

Denn ich denke, wenn ich jeweils Referenzgrößen festlegen kann was die jeweiligen Extreme dieser Grundgeschmacksarten sind, dann werde ich mir den jeweiligen Einzelgeschmack besser merken können.

Ich bin wirklich sehr neugierig, wie das alles wird. Zuerst werde ich die saisonalen Gemüse, wie Möhren, Lauch und Zwiebeln, sowie Sellerie und Schalotten und und und klassifizieren.

Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich auf diese Idee gekommen bin, oder dass das Schicksal mich darauf gestoßen hat. Denn da ich gerade sehr viel mit meiner Krankheit zu tun habe, bzw. mit einem gewissen Wiederaufbau, ist es mir ehrlich gesagt ein bisschen viel mir die Probleme anderer Leute anzuhören. Auch bekomme ich hierzu kaum Gelegenheit, weil der Seelsorgedienst der Kirche sich mehr als schleppend entwickelt und ich dort auch auf unbestimmte Zeit ausgestiegen bin, weil es mich nervt, immer nur monatlich zu besprechen, wie man welchen Gremien genüge tut und wie man den Leuten klar macht, dass sie uns brauchen… (das war zugegeben etwas gelästert! :))

Weiter denke ich, wie soll ich denn einem Menschen sagen, dass er sinnvoll leben soll, wenn ich es nur dadurch hinbekomme, wenn er sich beraten lässt? Die Person eines Beraters ist wichtiger, als alle Methoden, die man lernen kann.

Zum Glück ist mein Mann sehr Computeraffin und so richtete er mir gleich ein Wiki ein, damit ich meine Kochdokumente auch durchsuchen und mit kochinteressierten Mitmenschen teilen kann. Ich finde ein leeres Wiki eigentlich noch schlimmer, als ein leeres Blatt, also werde ich den Link erst posten, wenn schon was darin ist. Außerdem muss ich mir noch Gedanken machen, wie ich das mit der Rechtevergabe mache. Also, falls Ihr Euch dafür interessiert, dann sagt mir doch einfach schon mal Bescheid, ja?

Hallo Menschheit!

Warum schreibe ich dieses Blog?

Gar nicht so einfach, das zu sagen… Versuchen mag ich es natürlich dennoch!

Als reflektierter Mensch bin ich fasziniert, davon, dass JEDE Situation im Leben einem die Möglichkeit des persönlichen Lernens, des Wachsens, Werdens und Seins bietet. Nun stehen wir deswegen natürlich nicht immer gleich vor einer Lebenskrise und rennen zu fachmännischer Hilfe. Das mache ich auch nicht, und ich denke, das wäre wohl auch eher kontraproduktiv.

Was ich aber für SEHR Produktiv halte ist der Austausch mit anderen Menschen, die auch Interesse am eigenen Wachstum haben. Die ebenso, wie ich auch die Welt sehen, als eine echte Spielwiese, die in ihren Möglichkeiten ausgeschöpft werden will. Die aber auch um innere Hindernisse wissen, die frühere Erfahrungen in uns hinein gebrannt haben, und die zu überwinden nicht immer einfach ist.

Ich würde mir sehr wünschen, dass wir uns untereinander austauschen könnten. Dass wir voneinander profitieren könnten und vielleicht nicht jede nicht so gute Erfahrung selbst machen müssten.

Was würde ich dazutun können, warum solltest Du Dich ausgerechnet mit mir zusammen tun?

Genau weiß ich das nicht… Aber ich interessiere mich mein Leben lang (immerhin schon 35 Jahre) für das Innermenschliche. Seit 2 Jahren bin ich in der Ausbildung zur Logotherapie und habe dort zusätzlich noch einige typische Muster menschlichen Verhaltens kennen gelernt. Ich bin, was den Menschen angeht nicht dumm (so empfinde ich es…) und last but not least ich kann zuhören und ein positives Klima schaffen. Das gelingt mir wohl auch, weil ich mich bemühe nicht zu werten. Und wenn es doch mal geschieht, dann bin ich mir immer bewusst, dass es ja nur ich bin, der das so findet. EIN Mensch!

Und weil ich ganz felsenfest der Überzeugung bin, dass wir uns gegenseitig unterstützen können!!

Ich würde mich über Kommentare, Kritik und Anregungen, besonders auch aus dem Twitterversum sehr freuen! Bin ja noch ein ganzer Neuling im Bloggen!!!

Heike