2. Seelengesetz: Der innere Dialog

Wie der Mensch nach Außen spricht, so spricht er auch mit sich Selbst.

Gedanken formen innere Bilder, Bilder werden zu Worten und ungekehrt.

Ich spreche hier aus meiner persönlichen Erfahrung. Also ist es wohl nicht wissenschaftlich!

Doch dieses Gesetz, dass wir nach Außen reden, wie wir uns nach Innen fühlen, scheint eine therapeutische Wahrheit zu sein.

Um es klar vorweg zu sagen: Ich bin kein Freund von Worten wie „Scheibenhonig“ für „Scheiße“ oder grantig Schatzilein zu rufen, wenn einem jemand die Vorfahrt im Straßenverkehr nimmt. Doch vielleicht ist diese Aversion gegen diese Art des Schönredens auch noch ein Überbleibsel  meiner Negativ-Kommunikation mit mir Selbst… Das kann ich momentan noch nicht sagen.

Ich weiß nur, dass ich mal einen lieben E-mail-Freund hatte, mit dem ich ruhig und freundlich die schwierigsten Themen beredet habe.. Und das hat mir sehr, sehr gut getan. Ich bemerkte tatsächlich, wie sich mein Selbstbild wandelte. Das hatte sicherlich viele Gründe. Doch ich empfinde, dass einer davon bestimmt die Art der Kommunikation war!

Des weiteren sind absolute Feinde der Kommunikation mit sich Selbst Sätze wie: „Ich kann nicht“, „das wird böse Enden“, „was da alles passieren kann“, „das bekomm ich nie hin“, „an diesem Umstand kann ich nichts ändern (ohne einen Weg aufzuzeigen, an dem man beginnen kann, etwas zu verändern)“, „ich blöde Kuh, hab einen Fehler gemacht“ und so fort.

Von außen machen sich solche inneren Sätze bemerkbar in einem ständig verbessern müssen von anderen Menschen, einem überkritischen Umgang mit anderen Menschen usw.

Was ich sagen will: Wenn Ihr jemand kennt, der eine Droschkenkutschersprache an Euch hin spricht, einer, der Euch dauernd ohne ersichtlichen Grund verbessern muss, jemand, der es Euch nicht leicht macht, mit Ihm zusammen zu sein, dann könnt Ihr Euch immer sagen, der arme Mensch, wie spricht er nur mit sich selbst? Vielleicht könnt Ihr dann die negative Feedback-Schleife durchbrechen und Ihr schafft es, dem Menschen dennoch positiv gegenüber zu treten, oder zumindest, dass seine Art des Redens Euch nicht mehr anficht. So viel wäre gewonnen, wenn alleine das schon möglich wäre!

Wir alle sind miteinander verbunden, nicht nur im Web. Auch unsere Aura, unsere Ausdünstung wirkt auf andere Menschen. Ich bin mir sicher, das wisst Ihr!

Für mich ist Twitter daher fast therapeutisch wirksam. Ich habe genug Distanz, um mir meine Art des Schreibens zuerst zu überlegen. Das hilft mir viel!

Ich gehen weiter in der besseren Art der Kommunikation mit mir Selbst, und somit auch mit meiner Umwelt. Das ist sehr schön! Danke Euch!!