Liebe Deinen Nächsten, wie Dich Selbst

Dieses Mal mit der Betonung auf dem Selbst!

Es ist eine Art Grundprämisse von mir, die ich nicht näher begründen kann, dass der Mensch sich selbst lieben muss. Diese kann nicht näher begründet werden und ist entstanden aus Erfahrungen mit mir selbst, aus Beobachtungen meiner Mitmenschen und aus der Beobachtung der Arbeitsergebnisse von mir und anderen, wenn wir uns nicht lieben können .(im Sinne von ich bin ok) und wenn wir uns ok finden. Die Unterschiede sind eklatant!

 

Was ist Selbstliebe?

Zu Allererst möchte ich sagen, dass ich nicht das prozige Sich-zur-Schau-Stellen meine, das die Mitmenschen eher nervt und das eher aus einem zu geringen Selbstwert herrührt.

Es kann sogar sein, dass es diese Form des Zur-Schau-Stellens ist, die dazu führt, einen geringen Selbstwert mit der Tugend der Bescheidenheit zu verwechseln. Es liegt dann wohl ein gut gemeinter Erziehungsirrtum vor!!!

Dann geht es erst einmal darum, sich selbst lieben zu wollen.

Ich verstehe unter Selbstliebe eine ruhige Gelassenheit, die einen positiven Umgang mit sich Selbst zulässt, ohne andere Menschen zu erpressen, einen ständig wertzuschätzen um das eigene Unwertgefühl zu übertünchen. Eine Grundüberzeugung, die nicht ins Wanken gerät und uns die Dinge um ihrer Selbst Willen tun lässt, ohne auf Wertschätzung als Belohnung zu schielen!

 

Was geschieht, wenn wir uns nicht Selbst lieben mit unserer Arbeit?

Ich gestehe, dass es bei einfachen Arbeiten egal sein mag, ob wir an die Belohnung dabei denken. Ein Kind kann mal eine gute Note schreiben, oder ein gutes Abizeugnis, auch wenn es dabei die Belohnung in Form von Geld oder anderen Zuwendungen der Eltern im Sinn hat.

Doch im späteren Leben müssen wir selbst entscheiden, was wir mit unserem Leben anfangen wollen. Wollen wir Wissenschaftler werden, Hausfrau, Pferdepfleger oder Arzt? Was wollen WIR? Und da fängt es an richtig schwierig zu werden. Wollen wir wirklich einen Doktortitel, oder wollen wir es um den stolzen Funken im Auge unseres Vaters zu sehen? Werden wir glücklich, wenn wir ihn dann erheischen können? Sind wir dann endgültig zufrieden mit einmal Funken, oder müssen wir Professor werden, oder Oberarzt? Bin ich dann ein glücklicher Oberarzt, wenn ich das gar nicht selbst wollte?

Oder werden wir auch längere Durststrecken ohne Wertschätzung von Anderen überleben, um größere Ziele in unserem Leben erreichen zu können? Werde ich überhaupt je dahinter kommen, was ich selbst will, wenn ich immer nur nach den Funken des Stolzes in den Augen anderer suchen muss? Wenn ich nur in der Lage bin, diesen einen Funken dann für einige Zeit zu spiegeln und auf mich wirken zu lassen? Kann ich ein Licht sein, wenn ich nicht selbst leuchte?

Kann ich überhaupt gewisse Arbeiten verrichten, wie Lehrer sein, oder Berater, wo ich den mir Anvertrauten auch manchmal Unangenehmes sagen muss, dass sie mir erst einmal aus ihrer Welt heraus mit Hsass quittieren müssen?

Ich behaupte, Selbstliebe ist so wichtig, wie die Luft zum Atmen! Liebe und Werschätzung von anderen sind in dem Fall nur wie Sauerstofflaschen für einen Ertrinkenden. Lebensnotwendig! ABER, es macht auch, dass er sich nach weiteren Sauerstofflaschen umsieht, statt an die Wasseroberfläche zu schwimmen. Oben, an der Wasseroberfläche ist Licht und Luft. Das aber glaubt der Ertrinkende in der Tiefe nicht, weil er sich einst dorthin flüchtete, weil er als Kind erlebt hat, dass es eben nicht genug Licht und Luft dort oben gibt.

Und genau DAS ist die Tragödie, der Glaube an die Sauerstofflaschen!

Ich sage daher: Selbstliebe kommt VOR jedem echten Tun nach Außen! Sie kann und muss nicht durch solches Tun erworben werden!

 

Wie man sich selbst lieben lernen kann kommt dann im Video, das leider von YouTube nicht veröffentlicht wurde. Ich hoffe, dass es nur nicht sofort war und erbitte Aufschub bis Übermorgen!

Ich fand die Bestätigung für mein Vorgehen in Stephen Covey’s Buch: Die sieben Wege zur Effektivität.

Er schreibt darin den Satz: Lieben ist ein Verb, mein Freund! Und auf diesem Wege kommen wir auch zur Selbstliebe!