Der Wert des Danksagens

Erblühen

 

ist eine eher neuere Erkenntnis.

Vor nicht allzu langer Zeit, da dachte ich noch Danke zu sagen wäre eine Art das schlechte in Menschen zu fördern, weil es den Teil in uns füttert, der etwas vom Anderen will. Manchmal tun Menschen auch nur etwas, um sich die Dankbarkeit von seinen Mitmenschen zu erkaufen. Um sie von sich abhängig zu machen, oder so einen Scheiß.

Doch viel öfter tun sie es, weil sie einem einfach etwas Gutes tun wollen.

Und all jene habe ich mein Leben lang vor den Kopf gestoßen. Und mehr noch: Wenn mir jemand dankte, dann vermutete ich dahinter, dass sie wie ich denken. Dass ich es nur getan hätte um Dankbarkeit zu erheischen, und gab höchstens ein sehr trockenes „Bitte!“ zur Antwort.

Und dann wunderte ich mich, dass die zwischenmenschliche Kommunikation in die Hose ging.

Ein dummer und zum Glück nicht sooo häufig gemachter Fehler.

Denn seit ich das langsam abstelle, da sehe ich noch viel mehr. Ich sehe, wie viele Menschen täglich gut zu mir sind. Denn, wenn ich mich bedanke, und ich meine nicht die höfliche Floskel, sondern echten Dank, dann merke ich es erst wirklich. Die Welt ist gut zu mir! Das macht mich glücklich und auch die Personen, die mir Gutes tun. Denn sie spüren, dass es ankommt, was sie mir geben. 

Und am Ende muss sich jeder selbst nach seinen Motivationen fragen. Kein Mensch braucht eine präventive Dankesverweigerung meinerseits, um eine reine Seele zu behalten.