Archiv für die Kategorie ‘Seelengesetze’

Geschmack wie eine Sinfonie

Samstag, 30. Januar 2010

wie ich schon auf Twitter mal erwähnt habe hat mich ein Besuch in der Speisemeisterei zu einer ganz neuen Wahrnehmung des Essens gebracht. Es war mehr ein Erleben von Kunst, denn eine köstliche Nahrungsaufnahme. Die Aromen der einzelnen Bestandteile des Essens wurden aufs vortrefflichste hervor gehoben und miteinander Kombiniert wie eine Sinfonie. Die Weine welche dazu gereicht wurden unterstützten beim einen Produkt diesen, beim anderen jenen Aromenkomplex. Und die hervorgehobenen Aromen wieder harmonierten ganz erstaunlich miteinander.

Auf der Heimfahrt und in der darauf folgenden Nacht überlegte ich mir, dass ich bisher so etwas wie blind kochen fabriziert habe. Dass ich, um wirklich zu wissen, was ich beim Kochen tue, den Geschmack so vieler Produkte wie möglich kennen muss. Ihren Geschmack im Rohzustand, wie auch den (das ergaben meine ersten Versuche und wir wissen es ja auch alle so ungefähr) im angebratenen oder gekochten Zustand. Und während meiner ersten Versuche wurde mir auch klar, dass ich mir das alles niemals ohne eine schriftliche Dokumentation merken können werde, sowie dass ich wahrscheinlich eine Skala zur Bewertung des säure bzw. süße Grades sowie eine zum feststellen der Bitternis und Schärfe. (Mehr ist mir noch nicht eingefallen…)

Denn ich denke, wenn ich jeweils Referenzgrößen festlegen kann was die jeweiligen Extreme dieser Grundgeschmacksarten sind, dann werde ich mir den jeweiligen Einzelgeschmack besser merken können.

Ich bin wirklich sehr neugierig, wie das alles wird. Zuerst werde ich die saisonalen Gemüse, wie Möhren, Lauch und Zwiebeln, sowie Sellerie und Schalotten und und und klassifizieren.

Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich auf diese Idee gekommen bin, oder dass das Schicksal mich darauf gestoßen hat. Denn da ich gerade sehr viel mit meiner Krankheit zu tun habe, bzw. mit einem gewissen Wiederaufbau, ist es mir ehrlich gesagt ein bisschen viel mir die Probleme anderer Leute anzuhören. Auch bekomme ich hierzu kaum Gelegenheit, weil der Seelsorgedienst der Kirche sich mehr als schleppend entwickelt und ich dort auch auf unbestimmte Zeit ausgestiegen bin, weil es mich nervt, immer nur monatlich zu besprechen, wie man welchen Gremien genüge tut und wie man den Leuten klar macht, dass sie uns brauchen… (das war zugegeben etwas gelästert! :) )

Weiter denke ich, wie soll ich denn einem Menschen sagen, dass er sinnvoll leben soll, wenn ich es nur dadurch hinbekomme, wenn er sich beraten lässt? Die Person eines Beraters ist wichtiger, als alle Methoden, die man lernen kann.

Zum Glück ist mein Mann sehr Computeraffin und so richtete er mir gleich ein Wiki ein, damit ich meine Kochdokumente auch durchsuchen und mit kochinteressierten Mitmenschen teilen kann. Ich finde ein leeres Wiki eigentlich noch schlimmer, als ein leeres Blatt, also werde ich den Link erst posten, wenn schon was darin ist. Außerdem muss ich mir noch Gedanken machen, wie ich das mit der Rechtevergabe mache. Also, falls Ihr Euch dafür interessiert, dann sagt mir doch einfach schon mal Bescheid, ja?

Dein Gefühl, Dein Richtungsgeber

Donnerstag, 07. Mai 2009

Zuerst möchte ich noch etwas zu den Seelengesetzen sagen, welche ich hier versuche niederzuschreiben: Das Wort Gesetz gilt es hier nicht wie ein Naturgesetz zu sehen. Es sind lediglich Dinge, an die ich selbst glaube, oder die ich selbst so erfahren habe!

Es tut mir leid, wenn ich hier den einen oder anderen Leser enttäuschen muss. Aber es sind eher Glaubenssätze  die für mich wie Gesetze wirken. Also, sorry noch mal. Ich hoffe, das hiermit geklärt zu haben J ! Danke für den Hinweis!

 

Beim unten Geschriebenen handelt es sich aber nicht mal um einen Glaubenssatz. Ich denke nur gerade darüber nach und Ihr könnet mir vielleicht dabei helfen! J

 

 

Spekulation: Dein Gefühl ist Dein Richtungsgeber:

 

Wenn ich an etwas aus der Vergangenheit denke, dann ist sofort auch das Gefühl dazu wieder da. Denke ich an die  Weihnachtszeit als Kind, dann empfinde ich Geborgenheit, Liebe zu den mich umgebenden Menschen, Vorfreude auf das erwartete Geschenk und vieles mehr.

Wenn ich an einen schmerzhaften Streit mit meinen Eltern zurückdenke, dann ist das Gefühl der Wut und der Ohnmacht in mir.

Und nun spekuliere ich, bin mir dessen nicht mal in mir gwiss:

Wenn ich nun zu oft an die schlechten Dinge aus meiner Kindheit zurückdenke, oder wenn ich von den Eltern nicht mal für ein paar Jahre größtmögliche Distanz bekomme, so dass die Seismographen in meinem Hirn immer wieder die Erinnerung abrufen, die schlecht waren (und das kann ich unter Umständen gar nicht verhindern), dann wird das schlechte Gefühl, das mit den Erinnerungen verbunden ist eventuell persistent.

Dabei müssen die Erinnerungen gar nicht bewusst sein! Es genügt das unbewusste Erinnern. Dann bleibt ein merkwürdiges Gefühl der Unzulänglichkeit, der Aggression, oder der Hilflosigkeit. Bewusst ist dann eben nur das Gefühl! Da die Erinnerung selber unbewusst vonstatten geht werde ich das bewusste oder unbewusste Gefühl vermutlich zu erklären versuchen, indem ich aktuelle Situationen fehlinterpretiere. Dann muss ich mir bewusst machen, von was für Erinnerungen diese Gefühle kommen und die Erinnerungen verarbeiten, damit sie nicht mit den dazugehörigen dunklen Gefühlen mein Leben weiter überschatten, ja es mit Sätzen der Hilflosigkeit wie „das schaff ich eh nicht“ in den Sand setzen.

 

P.S: Die Eltern müssen im Übrigen keine schlechten Menschen gewesen sein, der Vorfall, der sich unmerklich in mich einbrannte kein tragischer. Er entwickelte sich nur tragisch in mir und ich muss ihn bearbeiten. Ebenso gilt das Geschriebene natürlich nicht automatisch für die Eltern, sondern können von jedem beliebigen Menschen in unserer Kindheitsumgebung ausggelöst werden, an den wir unser Herz hängten.

 

3. Seelengesetz: Die Seele kann NICHT zerbrochen werden:

Mittwoch, 29. April 2009

 

Eigentlich hätte ich dieses Gesetz ganz vorweg stellen sollen, beherbergt es doch eine große Hoffnung für alle Menschen mit erlebten schweren Traumata!

Wenn ich als Therapeut dieser Meinung bin, dann kann ich bei der Arbeit auch schwerst-verletzten Seelen beim Heilen zusehen. Es ist aber sehr wichtig, dass ich nicht denke, wenn ein Mensch ein Trauma erlebt hat, dann sei er für immer hinüber.

Ich möchte keine Illusionen schüren. Das Trauma wird wohl immer im Gehirn vor allem im lymbischen System erinnert werden. Doch wenn der Klient erst einmal dazu bereit ist, sich zu erinnern und das Geschehene zu bearbeiten, dann entstehen aus der Geschichte auch neue Wege. Diese sind im Klienten selbst schon angelegt, wie jede Lösung privater Probleme. Der Therapeut ist nur dafür da, den Klienten zu befreien, diese Wege auch zu erkennen! GEMEINSAM gehen wir auf die Suche, wie Detektive nach den Möglichkeiten des Klienten. Hierbei stehen dem Therapeuten gewisse sehr effektive Methoden ( griechisch für Weg oder Wegebnung) zur Verfügung.

Eine ganz wichtige Rolle hierbei spielen die Gefühle des Klienten, welche nicht direkt veränderbar sind, aber welche durch gezieltes aufrufen (kein Mensch hat in seinem Leben NUR schlechte Erfahrungen gemacht) Energien bereitstellen, um neue und ungewohnte Wege zu beschreiten.

„Es ist nie zu spät eine gute Kindheit gehabt zu haben“ sagen die Logotherapeuten, und sie haben Recht, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann!